Am Vorabend des 12. Februar 1934 erklärt Fey zu kampfbereiten Heimwehrverbänden: Wir werden morgen an die Arbeit gehen, und wir werden ganze Arbeit leisten für unser Vaterland, das nur uns Österreichern alleine gehört und das wir uns von niemand nehmen lassen.
Noch in der Nacht vom 11. zum 12. Februar 1934 lässt der Sekre- tär der Kinderfreunde, Alois Jalkotzy, den sozialdemokratischen Landesparteisekretär in Oberösterreich, Richard Bernaschek, wissen, Das Befinden des Onkel Otto und der Tante wird sich erst morgen entscheiden. Ärzte raten abwarten, vorerst noch nichts unternehmen. Und in einem Telegramm, das seinen Adressaten Bernaschek nie erreichte, heißt es: Tantes Zustand fast hoffnungs- los. Verschiebe deshalb Operation bis nach Ärztekonsilium am Montag. Diese verschlüsselten Botschaften sollen Bernaschek davon ab- halten, sich mit seinen Schutzbündlern einer geplanten Polizei- aktion im Linzer Parteiheim "Hotel Schiff" mit Waffengewalt zu widersetzen.
In den Morgenstunden des 12. Februar 1934 beginnt die Waffen- suchaktion der Heimwehr im Linzer Parteiheim. Die sozialdemokra- tischen Schutzbündler leisten Widerstand. Dem Kampf in Linz folgen Aufstände in Wien und anderen Industrieorten (Steyr, St. Pölten, Weiz, Eggenberg bei Graz, Kapfenberg, Bruck an der Mur, Wörgl usw.). Zentren des mit Artillerieeinsatz niedergekämpften Wider- stands in Wien sind v.a. die Arbeiterheime und Gemeindebauten (Karl-Marx-Hof, Goethe-, Sandleiten-, Reumannhof und andere), besonders in Floridsdorf (Schlingerhof). |