Olah, der in der Basis über breiten Rückhalt verfügt, tritt zunächst als Innenminister zurück (18.9.), kurz darauf auch von seinen Funktionen im ÖGB (27.10.). Vor der SPÖ-Zentrale kommt es zu wütenden Demonstrationen gegen die Parteispitze. Am 4. November wird Olah aus der Partei ausgeschlossen.
1965 gründet Olah die "Demokratische Fortschrittliche Partei" (DFP), die bei den Nationalratswahlen am 6. März 1966 mehr als 3% der Stimmen, aber kein Mandat erreicht, damit allerdings der ÖVP erstmals seit 1945 zur absoluten Mehrheit verhilft. Bereits wenige Wochen nach Beginn der Verhandlungen über die Bildung einer neuen Regierung beschließt die SPÖ am 18. April 1966 nach knapp 21jähriger Zusammenarbeit mit der ÖVP den Gang in die Opposition. |