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3. Oktober 1999

Bei der Nationalratswahl am 3. Oktober 1999 muss die SPÖ herbe Stimmenverluste hinnehmen, bleibt aber stimmenstärkste Partei. Nach einer "Nachdenkphase" erhält Viktor Klima von Bundespräsident Thomas Klestil im Dezember den Auftrag zur Regierungsbildung. Die Sozialdemokratie tritt in Verhandlungen mit der ÖVP ein, die bei den Wahlen von der FPÖ knapp auf den dritten Platz verdrängt worden ist. Nach wochenlangen Gesprächen scheitern die Regierungsverhandlungen; im Februar 2000 bildet die ÖVP unter heftigen nationalen und inter-
nationalen Protesten eine Koalition mit der FPÖ Jörg Haiders. Die SPÖ befindet sich nach 30 Jahren erstmals wieder in Opposition.

Viktor Klima legt kurz darauf den Parteivorsitz zurück;
Alfred Gusenbauer, der erst wenige Wochen davor zum SPÖ-
Bundesgeschäftsführer bestellt worden ist, wird zum neuen
Parteivorsitzenden gewählt.

Die erste Regierung Schüssel ist nach knapp 3 Jahren bereits
am Ende – untergegangen im Streit um die Auswirkungen des verheerenden Hochwassers im Sommer 2002. Bei den Neuwahlen am 24. November kommt die SPÖ zwar auf 36,9 Prozent (+ 3,7%), rutscht aber erstmals seit 1970 auf Platz zwei hinter der ÖVP
ab, die von den massiven Stimmenverlusten ihres Koalitions-
partners profitieren kann.

Wenig überraschend setzen ÖVP und FPÖ ihre Zusammenarbeit
fort – auch nach der Spaltung der FPÖ im Frühjahr 2005.

Am 25. April 2004 wird Heinz Fischer zum Nachfolger von Bundes-
präsident Thomas Klestil gewählt.

Alfred Gusenbauer / Foto: SPÖ / Rigaud
Foto: SPÖ

Bei den Nationalratswahlen am 1. Oktober 2006 verliert die ÖVP überraschend stark (- 8%) und die SPÖ wird mit 35,3% der Stimmen und 68 Mandaten wieder stärkste Partei. Die Grünen überholen die FPÖ und werden erstmals drittstärkste Kraft. Nach zähen und mehrmals unterbrochenen Verhandlungen kommt es Anfang des Jahres 2007 zur Bildung einer Koalitionsregierung zwischen SPÖ und ÖVP unter dem neuen Bundeskanzler Alfred Gusenbauer.

Am 16. Juni 2008 wird Werner Faymann zum designierten geschäftsführenden Parteivorsitzenden der SPÖ ernannt.

Das Regierungsteam unter Werner Faymann / Foto: SPÖ

Bei den vorgezogenen Nationalratswahlen am 28. September 2008, die den rechtspopulistischen Parteien FPÖ und BZÖ starke Gewinne bringen, wird die SPÖ zwar wiederum stimmen- und mandatsstärkste Partei; 29,2% bedeuten allerdings das schlechteste Ergebnis in der Zweiten Republik.

Nach Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP wird die erste Regierung unter Werner Faymann am 2. Dezember 2008 durch Bundespräsident Heinz Fischer angelobt.

 
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